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Mary Ellen Mark Eine Amerikanische Odyssee
Mary Ellen Mark ist eine der berühmtesten Reportage- und Portraitfotografinnen der USA. Sie wurde erst kürzlich von
den Lesern des Magazins American Photo zur überhaupt einflußreichsten Fotografin aller Zeiten gewählt. Von ihr stammen eine Reihe der aussagestärksten Porträts und
Fotoreportagen der Gegenwart, bereits viele von ihnen haben Eingang gefunden in die Ikonografie der USA. In diesem einmaligen
Buch gibt es auf ganzseitigen, großformatigen Fotos, Straßenkinder von Seattle, Gigolos und ihre Eroberungen in Miami, Transvestiten, Sozialhilfe-Empfänger in Halloween-Verkleidung zu sehen. Und
KU-Klux-Klan-Anhänger(innen), Mitglieder der Nationalen Vereinigung zur Förderung der Anerkennung fetter Menschen, Wet-T-Shirt Wettbewerbe in
Daytona Beach, vergessene Alte Menschen im Heim, junge Frauen hinter Gittern und viele weitere fotografische Arbeiten sind erstmals in "Amerikanische
Odyssee"zusammengefaßt wurden. Es sind Bilder, die poetisch sind und agressiv zugleich, die unsentimental zupacken und dabei aber höchste
Einfühlsamkeit ausstrahlen. Mary Ellen Mark: "Ein gutes Foto muß über das, was es vordergründig abbildet, hinausgehen. Wie ein Gedicht, das durch seine
Abstraktion wirkt und uns anrührt, müssen auch Fotografien ein wenig abstrakt sein". Über die "AMERIKANISCHE ODYSSEE" von MARY ELLEN MARK wird
das Philadelphia Museum of Art im Frühjahr 2000 eine Ausstellung eröffnen, die im Anschluß auch in anderen Ländern gezeigt werden soll.
Gérard Rudschuck
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