|
Reisen mit Kids in den USA
- Happy Family Camping
Campen mit Kind - Astrid Mohné (Text) und
Gérard Rudschuck (Fotos) haben das Abenteuer gewagt und waren begeistert.
Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnun g. Léon schlummert selig in seinem Kindersitz
und wir Eltern genießen die kinderfreie Zone, die an den Fenstern des mobilen Zuhauses vorbeirauscht. Die Aussicht auf Oklahomas Wälder und Seen ist atemberaubend. Wir
befinden uns mitten in dem Abenteuer eines Wohnmobilurlaubes mit unserem 20 Monate alten Sohn. Die Reise hat gut angefangen. Weder der lange Flug noch der
Jetlag haben unserem kleinen Energiebündel viel ausgemacht.
Früh am dritten Tag nach unserer Ankunft ging es los. Obwohl wir darauf brannten, endlich loszufahren, haben wir uns viel Zeit dafür genommen, uns das G efährt erklären zu lassen. Da
dies unsere Jungfernfahrt in einem Wohnmobil sein würde waren wir für die deutschsprachige Betreuung ohne das englische Fachvokabular dankbar. Hoch oben zu sitzen, mit dem
totalen Überblick, ist ein ganz neues, einmaliges Fahrgefühl. Die Straßen sind breit, die Campgrounds sehr großzügig - kein Vergleich mit Europa.
So auch unser erstes Etappenziel, der Beavers Bend Resort Park im Südosten Oklahomas. Damit die Reise mit Kind keine Rallye wird, hatten wir bei der Routenplanung nicht mehr als
250 Kilometer Fahrstrecke pro Tag einkalkuliert. Eine Zeitreserve für Unvorhergesehenes ist mit Kindern unbedingt einzuplanen.
Nach dem Einchecken im Park-Office steuern wir unseren Stellplatz an. Eingebettet in eine reizvolle Landschaft, am Uf er des Broken Bow Sees, ist er so geräumig wie in Deutschland
ein Grundstück mit Einfamilienhaus, inklusive eigener Zufahrt, Tischen, Sitzbänken und einem Barbeque-Grill.
„Howdy“ - die Amerikaner zeigen sich sehr aufgeschlossen und hilfsbereit. Ein freundliches Zunicken, ein kleines Schwätzchen zur Begrüßung mit unseren Nachbarn und den üblichen Fragen des
Woher-Wohin gehören zur Camping-Etikette dazu. Trotz Sprachbarriere freunden sich der kleine Brian mit dem großen Cowboyhut und unser Sohn
schnell an. Großvater Greg läd uns für abends auf einen Drink ein. Unser Wohnmobil ist größer ausgefallen als ursprünglich geplant. Nicht nur, um den Kinderwagen bequem in den
großzügigen Gepäckfächern zu verstauen. Sondern auch, damit wir mit Hilfe von Mikrowelle und Generator unserem Youngster pünktlich das Essen servieren können. Der legt nämlich -
wie alle Kleinkinder - großen Wert auf seinen ganz persönlichen Rhythmus und auf seine liebgewonnenen Rituale.
Da für haben wir dem Kleinen extra im hinteren Teil des Campers seine Kuschelecke
eingerichtet. Nach einer frischen Windel warten bereits Bär Bubú und vertrautes Spielzeug von zu Hause auf den gemeinsamen Mittagschlaf. Ideal an einem Wohnmobilurlaub ist, dass man dem Kind
immer die gleiche Umgebung bieten kann und somit den Stress vermeidet, neue Hotelzimmer zu beziehen.
Neben viel Zuwendung sind Erholungs- und Spielphasen wichtig. So gehören zumindest die Nachmittage ganz dem Kleinen. Da die Playgrounds
in den USA sich fast immer inmitten von
malerischen Landschaften befinden, haben die Eltern auch etwas davon. Nach dem Spielplatzbesuch genießen wir einige erholsame Stunden an dem wunderschönen, glasklaren See. Léon spielt am Ufer
mit Stöckchen und Steinen, während wir noch in der Dämmerung auf dem großen Felsen sitzen, fasziniert von der Schönheit und Stille der
Natur beim Sonnenuntergang.
Abendbrotzeit: Wie zuhause macht einer das Kind bettfertig, die andere sorgt für das Essen. Als Léon schläft, huschen wir mit Babyphone und Sixpack unterm Arm
schnell zu Großvater Greg. Bei einem kühlen Bier diskutieren wir heiß über die Vorzüge des Reisemobillebens.
Wenn Sie unsere vollständige Reportage über "Happy
Family Camping" mit vielen nützlichen Tipps und Tricks interessiert schreiben Sie uns:
info@multicultipress.com
|