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Wilder Westen Kansas Begegnung mit Indianern in Oklahoma
Nordamerika vor circa 160 Jahren. Es ist ein kalter Wintertag im
Morgengrauen. "Afraid of Beavers", ansonsten wie alle Cheyenne-Krieger für seine Furchtlosigkeit gerühmt, gefriert beinahe das Blut in den Adern, als er die Musik Gary Owen oder
Spiel mir das Lied vom Tod hört. Clinton, Oklahoma, im August 2001. Laurence Hart, Cheyenne Peace-Chief, bekommt heute noch eine Gänsehaut, wenn er die Marschmusik hört, die das Massaker
seines Volkes einleitete. Laurence indianischer Name ist Black Beaver, direkter Abkömmling von Warrior "Afraid of Beavers". Sein
Ur-Ur- Urgroßvater war Zeuge des Genozids, der am 27. November 1868 am Washita Battlefield stattfand. General Custer und die 7. Kavallerie griffen das
Dorf von Chief Black Kettle an und metzelten mehr als 100 Männer, Frauen und Kinder nieder. Bevor der Elite-Krieger starb nahm Laurence, vom den 44
Friedenshäuptlingen gewählt, seinen Platz ein. Um Peace-Chief der Cheyenne zu werden muß man ein gutes moralisches Leben führen und "alles was man
hat" mit seinem Volk teilen berichtet Hart, der auch Director des Cheyenne Cultural Center ist. Der großzügige Pavillion des Gemeinschaftshaus bietet
Platz für rituelle Tänze und Versammlungen seiner 500 Mitglieder. Im Gebäude befinden sich eine Art Gallery und ein Gift Shop mit kulturellen
Gegenständen dieser beeindruckenden Indianerkultur, die zu den Plains Indianern gehören. "Im Grunde gibt es nicht so viel Unterschiede zu früher" faßt
Hart den Aufgabenbereich der Peace Chiefs zusammen, die ihreseits den fünf Medizinhäuptlingen unterstanden, als Friedensrichter fungieren und Gewalt
strikt ablehnen. So wurden Mörder bei den Cheyenne nicht zum Tode verurteilt sondern rehabilitiert. Um sein ehrenvolles Amt übernehmen zu können
verzichtete der dreifache Familienvater und Ex-Pilot auf eine hohe militärische Karriere. Bedauern? Yes...manchmal spüre er schon.."feelings of nostalgia"
bekennt der 68jährige mit den markanten Gesichtszügen.
Aber als Botschafter
seines Volkes hat er gemeinsam mit seiner Frau Betty eine verantwortungsvolle Aufgabe fürs Altwerden gefunden. Die 67jährige, die Laurence auf dem College kennenlernte und als
Weiße bedingungslos von den Cheyenne akzeptiert wurde, kümmert sich liebevoll um ihren indianischen Garten. Schilder erklären dem Besucher die rituelle und medizinische Bedeutung
der einheimischen Pflanzen, von der jede ihre eigene Geschichte hat. Heute gehen ungefähr 10.000 Cheyenne Arapaho noch ihren indianischen Traditionen nach, die Mehrzahl lebt in
Oklahoma und in den früheren Reservaten-Gebieten. Oklahoma ist Indianerland. Die Cheyenne sind nur eins der 38 Indianerkulturen. Der Name
kommt aus der Sprache der Choctow und bedeutet Menschen von roter Hautfarbe. Die verschiedenen Indianerstämme besaßen oft eigene Hauptstädte
und hatten in der Vergangenheit eine vielsichtige und machtvolle politische Ordnung. So wie das östlich von Tulsa gelegene Tahlequah, seit 1841
Hauptstadt der Cherokee, die mit circa 252000 Menschen das zweitgrößte Indianervolk der USA darstellen. An diesem sonnigen Sonntag haben wir Glück
und können sogar den Cherokee National Holiday Day besuchen, der seit 48 Jahren die feierliche Erinnerung an die 1839 unterzeichnete Cherokee
Constitution ist, als die letzten Indianer den Trails of Tears erreichten.. "Straße der Tränen", damit ist das Trauma der Zwangsumsiedlung der fünf Zivilisierten
Stämme der Cherokee, Choctow, .Chickasaw, Creek, Seminole in die Reservate nach Oklahoma gemeint. Seit April 2001 ist die Trail of Tears Austellung ein
fester Bestandteil der Museumskollektion des Cherokee National Museum, das historisch und kulturell bedeutende Artefakte dieser Indianer zeigt, die aus den
Appalachen stammen und 1790 freiwillig die europäische Kultur annahmen. Abends wird der dunkle Geschichtstag, bei dem 4-8000 meist Frauen, Kinder und alte Menschen starben wieder lebendig..... Wenn Sie unsere vollständige Reportage über "
Oklahoma" mit vielen nützlichen Tipps und Tricks interessiert schreiben Sie uns eine E-Mail:
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